Schritt 1: Entlassungsmanagement im Spital nutzen
Jedes Wiener Spital hat ein Entlassungsmanagement, vom AKH über die Klinik Donaustadt bis zum Hanusch-Krankenhaus. Bestehen Sie auf diesem Gespräch, bevor die Entlassung fixiert wird: Dort wird geklärt, welche Pflege zuhause nötig ist, welche Hilfsmittel gebraucht werden und wer sie verordnet.
Tipp aus der Praxis: Nehmen Sie zu diesem Gespräch bereits einen mobilen Pflegedienst ins Boot. Wir übernehmen die Überleitung, vom Erstbesuch noch im Spital bis zur fertigen Versorgung am Entlassungstag.

Schritt 2: Die Wohnung sicher machen
Die meisten Pflege-Notfälle nach der Entlassung sind Stürze, und Wiener Altbauwohnungen sind mit Türschwellen, Teppichen und engen Bädern dafür besonders anfällig. Vor dem ersten Tag zuhause: Stolperfallen entfernen, Haltegriffe im Bad montieren, Nachtlicht aufstellen, Weg vom Bett zur Toilette freiräumen.
Größere Hilfsmittel wie Pflegebett, Duschsessel und Rollator werden ärztlich verordnet und teils gefördert. Unsere Pflegeberatung organisiert das mit, damit alles vor der Entlassung geliefert ist.
Schritt 3: Pflegegeld und Förderungen sofort beantragen
Pflegegeld wird ab dem Antragsmonat gezahlt, jeder verlorene Monat ist verlorenes Geld. Stellen Sie den Antrag bei der Pensionsversicherung daher in der ersten Woche, auch wenn noch nicht alles geklärt ist. Parallel dazu: FSW-Bedarfsmeldung für geförderte Heimhilfe oder Hauskrankenpflege.
Schritt 4: Professionelle Unterstützung von Anfang an
Der häufigste Fehler ist, „es zuerst allein zu probieren“, bis zur Erschöpfung der Angehörigen. Ein Erstbesuch durch eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kostet bei uns nichts und bringt in einer Stunde mehr Klarheit als Wochen des Improvisierens: Was ist medizinisch nötig, was schafft die Familie, wo braucht es Profis?
Danach lässt sich passgenau kombinieren: stundenweise Heimhilfe, medizinische Hauskrankenpflege, bei hohem Bedarf eine 24-Stunden-Betreuung. Bei MDM Care kommt das alles aus einer Hand, mit Start in 24 bis 48 Stunden.
Schritt 5: Sich selbst nicht vergessen
Pflegende Angehörige werden statistisch selbst häufiger krank. Nehmen Sie Entlastung ernst: Wien bietet kostenlose Angehörigenberatung und Selbsthilfegruppen, und auch stundenweise Betreuung nur zur Entlastung ist eine legitime, förderbare Leistung.
Unser Rat nach hunderten Erstgesprächen: Die Familien, die früh Hilfe organisieren, pflegen länger, gesünder und mit besserem Gewissen. Warten Sie nicht auf den Zusammenbruch.
